Dienstag, 24. Oktober 2017
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Ökumenisches Patriarchat. Es ist KEINE Exkommunikation


Am 16. März 2011 wurde durch das Ökumenische Patriarch eine Erklärung die Vassula betrifft abgegeben. Es gab vor dieser Erklärung keinerlei Gespräche zwischen den Vertretern des Patriarchats und Vassula oder irgendwelchen Freunden des WLIG. Für viele von uns war es eine völlige Überraschung und verursachte einige Besorgnis. Leser der WLIG-Botschaften, welche der Orthodoxen Kirche angehören haben sich ohne Zweifel gefragt, was diese Erklärung als praktische Konsequenzen mit sich bringen würde.

Kritiker von Vassula und den WLIG-Botschaften sehen diese Erklärung als eine Verdammung oder eine Zurückweisung von Vassula und ihren Schriften an. Es gibt einige Meinungsverschiedenheiten über die korrekte englische Übersetzung der Erklärung und, ohne Zweifel, wird es weitere Unstimmigkeiten über deren Übersetzung in andere Sprachen geben. Es ist wichtig genau zu wissen, was gesagt wurde. Als die erste Notifikation betreffend Vassula und das WLIG aus einem Büro der Glaubenskongregation des Vatikans herauskam, waren viele Katholiken zutiefst beunruhigt und verdutzt. Sie wollen wissen, was dies wirklich zu bedeuten hatte.


Wie wir alle wissen gab Kardinal Ratzinger dem Magazin “30 Days” ein Interview in dem er sagte, dass die Notifikation keine Verurteilung ist, sondern eine "Warnung". Seither wurden mehrere Versuche der Kritiker Vassula’s in der katholischen Kirche unternommen, um die Notifikation in etwas anderes umzuwandeln. Ähnliche Versuche gab es auch in Bezug auf den Brief von Kardinal Levada. Für einige unter uns wurde zu einer Notwendigkeit, die Sachlage solcher Dinge zu erkunden. Vielleicht müssen Katholiken daran erinnert werden, dass neben den dogmatischen Verkündigungen "ex cathedra" des Papstes oder der ökumenischen Konzile, das doktrinale Dokument welches die größte Autorität besitzt die Enzyklika ist. Hinsichtlich von Disziplinarmaßnahmen und Erklärungen gibt es klare Verfahren, welche befolgt werden müssen - und im Falle von Urteilen betreffend den Schriften oder Lehren einer Person sind eine formelle Anhörung und Gespräche mit der betreffenden Person ein normaler Bestandteil solcher Verfahren.

Wie wir wissen, wurde es Vassula erlaubt, nach der Notifikation zu den von der Glaubenskongregation gestellten offenen Fragen Stellung zu beziehen - und die offizielle Antwort auf ihre Antworten ist, dass diese "dienliche Klärungen" beinhalten. Da Kardinal Ratzinger daraufhin insistierte, dass die Antworten von Vassula in den Büchern, in welchen die Botschaften abgedruckt werden, veröffentlicht werden können; da war es für viele von uns offenkundig, dass die Botschaften und die Notifikation im Lichte dieser Antworten gelesen werden müssen.


Wie sollten wir die Erklärung des Patriarchats interpretieren? Kenntnisse in dem orthodoxen Kanonischen Recht wären hilfreich. Es gibt jedoch wiederum einige Leute, die diese Erklärung zum Anlass nehmen, etwas ganz anderes daraus zu machen. Ohne Zweifel werden wir aufgebrachten Kommentaren und der Kritik von Leuten begegnen, welche die Botschaften nicht verstehen und wenig über Vassula wissen. Wie uns in den Botschaften gesagt wird, müssen wir darauf nicht mit Zorn antworten; dennoch müssen wir stark sein angesichts solcher Kritik. Wenn die Botschaften echt sind, dann haben wir das Versprechen Christi, dass solche Verfolgungen nicht lange anhalten und wir können uns wieder neu dazu entscheiden, die Botschaften täglich zu lesen und darüber nachzusinnen und versuchen, sie in die Tat umzusetzen und für eine Versöhnung zu beten - und jenen um uns zu zeigen, dass wir wirklich glauben, dass Demut und Liebe die Schlüssel zur Einheit sind. Vielleicht kann man diese Probleme auch in einem positiven Licht sehen: Dass sie auch unsere eigene Standhaftigkeit und Entschlossenheit auf die Probe stellen. Durch solche Dinge können wir an Stärke zulegen, da wir in die Macht und die Führung des Heiligen Geistes vertrauen. Wie immer müssen wir für Vassula und jene beten, welche ihr in dieser gegenwärtigen Prüfung nahestehen.

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